Im Mittelpunkt der Mensch
Leben hat viele Gesichter
Das Conrad-von-Wendt-Haus wirkt bewusst der Isolation von Menschen mit Behinderung entgegen und öffnet Lebensräume.
Der Leitgedanke unserer Arbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe für den behinderten Menschen. Wir möchten dazu beitragen, Ihnen im Sinne von Selbstbestimmung und Selbstbefähigung trotz aller Widrigkeiten und meist schwierigen Umstände ein weitestgehend eigenständiges und erfülltes Leben zu ermöglichen.
Stärken entwickeln
Empowerment – dieses Konzept zielt auf die Möglichkeit ab, Selbstbestimmung über den eigenen Alltag zu erlangen. Für jeden Menschen kann es eine große Erfüllung sein, sich seiner Fähigkeiten bewusst zu werden, diese auszubauen und einzusetzen, um Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. Auch bei schweren und schwersten Behinderungen können mit entsprechender Hilfe Fertigkeiten entwickelt werden, die dem Betroffenen neue Erfahrungen ermöglichen.
Nicht die Defizite der behinderten Menschen stehen im Zentrum, sondern vor allem seine Fähigkeiten und Bedürfnisse.
Selbstbestimmt leben
Wo Hilfe benötigt wird, erfolgt sie in Form der Persönlichen Assistenz - einer Person, welche die nötige Unterstützung leistet. Entscheidend sind die Wahlmöglichkeiten; das heißt, der behinderte Mensch kann über Art und Umfang der Hilfe mit entscheiden und behält so die Kontrolle über seinen Alltag. Hilfe nach Maß wird möglich, weil nicht die Menschen sich den Strukturen, sondern vielmehr die Strukturen sich dem individuellen Bedarf der Nutzer anpassen.
Teilhabe ermöglichen
Am Leben teilhaben bedeutet auch, ganz normale Alltagsangelegenheiten zu erleben, zum Beispiel barrierefrei einkaufen zu gehen, Ämter aufzusuchen und an Freizeitangeboten in der Umgebung teilnehmen zu können. Durch möglichst viele Aktivitäten außerhalb des Hauses können sich Bewohner mit dem Ort und seinen Menschen vertraut machen, Kontakte knüpfen. Es ist für die meisten Menschen wichtig, Bekannte und Freunde zu haben, von denen sie in ihrem Alltag nicht abhängig sind.
Teilhabe kann auch heißen, dass Menschen aus der Nachbarschaft am Leben unserer Bewohner teilhaben möchten. Das Conrad-von-Wendt-Haus sieht sich auch als einen Treffpunkt für Dahner Bürger, als einen Ort, an dem gemeinsame Projekte, Aktionen und Feste stattfinden, geplant und durchgeführt von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.
Ein Recht auf Liebe
Wir nehmen das Recht auf Liebe ernst. Menschen sehnen sich nach Zweisamkeit und Intimität. Wir möchten, dass Menschen mit Behinderung bei uns genügend Privatsphäre und auch Raum finden, damit sie sich zurückziehen können, Partnerschaften schließen oder auch gemeinsam wohnen können. Liebe und Partnerschaft gehören zur Persönlichkeit eines Menschen – Menschen mit Behinderung bilden hier keine Ausnahme.
Liebe bedeutet für uns vor allem aber auch Hingabe, Respekt und Wertschätzung. Denn Nächstenliebe darf nicht mit Mitleid verwechselt werden.






